Jakob (Schützling 2016)

19.08.2016

Anbei findet ihr die Geschichte unseres kleinen süßen Schützlings Jakob-Michael, der nicht die Chance hatte gesund auf die Welt zu hopsen.  😍

Jakob leidet seit seiner Geburt am Apert-Syndrom. Was das für ihn und seine Familie bedeutet erzählt seine Mama Elli in diesem Auszug aus Jakobs Geschichte ....

"... Nun ja - so war dann nun eben alles soweit mal geschafft. Kurze Rehabilitationszeit und schon kam die nächste Vorstellung beim nächsten Arzt bezüglich Hand Ops.
Im Juni sollte es soweit sein und nach 5 Tagen könnten wir das Kh mit einem geraden hübschen Däumchen verlassen.

Falsch gedacht. Unter der Daumen Op entwickelte sich bei Jakob ein Infekt, der es in sich hatte. Von dieser emotionalen Situation hatte ich immer nur gehört und geglaubt ich kann mich als Mutter in Situationen hineinversetzen, wenn es heißt, dass Eltern um ihre Kinder bangen. Panik, den Wunsch zu laufen ...weit weg zu laufen....diese Angst die meine Familie und mich einfach nicht losließ ..wenn du mit deiner Schwester Nachtwachen schiebst, um die Monitore im Auge zu behalten, du dein Kind regungslos im Bett liegen siehst und es nur durch Maschienen atmen kann, du jeden Morgen aufwachst in einem kahlen Zimmer Meter weit von deinem Kind entfernt, welche sich anfühlen als wären es Kilometer. Wenn du die Intensivstation betrittst in der Hoffnung auf positive Nachrichten und du einen Schock nach dem anderen erlebst, weil sie dir erzählen, dass die Lunge versagt...sie nicht mehr wissen was sie tun solln...es eventuell an die Herz-Lungenmaschine geht und er vielleicht sterben könnte... sobald er wach wird sich die Bronchien verschließen und er somit keinen Sauerstoff aufnehmen könne, Bluttransfusionen notwendig sind, damit sich Sauerstoff im Blut anreichert, dein Kind bei schlechter Sedierung wach wird und es blau anläuft und am ersticken ist....usvm.

DIESE DINGE haben Spuren hinterlassen... tiefe Spuren... welche mir trotzdem gezeigt haben, dass es einen Gott gibt, welcher meine Gebete erhört und uns unseren Sohn wiedergegeben hat. Es war eine sehr, sehr schwere Zeit bis dahin und nun feierte mein Sohn seinen ersten Geburtstag.

Es stehen noch viele viele weitere Op s an... Therapien und Untersuchungen .... Wege, die wir gehen, weil wir wissen es muss sein und wird seine Lebensqualität einfach verbessern. Es sind Dinge die notwendig sind... LEIDER.... aber mit der Zuversicht, dass alles mal ein Ende hat und wir als Familie zusammen stehen, unsere Gebete erhört werden und unser Kämpfer uns zu einem besseren Leben verhilft, lässt uns positiv in die Zukunft blicken.

Gott allein weiß, was er für Pläne mit uns hat... eines ist gewiss... er hat uns einen wunderbaren kleinen Menschen geschenkt, der uns unser Dasein hinterfragen lässt ...wir fast beschämt sind, weil wir erkennen bei welchen belanglosen Dingen wird gejammert haben. Er ist das Beste was uns inkl. unserer beiden anderen Kinder passiert ist.

"WIE KANN GEHOLFEN WERDEN "

Tatsache ist, dass uns natürlich  finanziell ein wenig abverlangt wurde ... schon vorgeburtlich....
Therapien an der Tagesordnung stehen...

Physiotherapie Ergo laufen
Osteopathie sollten dringend folgen
Orthopädie sollte folgen
Logo sollte folgen
Motorisches Spielzeug
Was noch auf uns zukommt wird erst die Zeit zeigen wie er sich entwickelt...

Alles ist noch offen.